Surfbus

Busausbau: Darf ich vorstellen, Mr. Wellington II, unser Surfbüssli

Hier einige Bilder zum Ausbau unseres Surfbüsslis namens Mr. Wellington II, kurz auch "Welly" genannt:


Welly ist ein Renault Trafic Diesel in der Version H1L2, was bedeutet, dass er zwar Überlänge, aber keine Überhöhe hat. Wir haben uns gegen die Überhöhe entschieden, da Welly unser einziges Fahrzeug ist, und es in der Schweiz doch gelegentlich hilfreich ist, noch eben so in ein Parkhaus hinein zu passen.


Erste Ausbauetappe (Frühling 2011): für unsere verschiedenen Surfwochenenden genügte ein simpler Zwischenboden, darüber eine Matratze, unser Gepäck und wir, darunter das Surfmaterial:


Mit dem Kauf eines Dachzelts aufgrund fortschreitender Weltreiseplanung brauchten wir ab Frühjahr 2013 aber keinen Schlafplatz im Inneren des Buses mehr. Stattdessen entschieden wir uns dafür, den Platz für einen Kühlschrank, mehr Stauraum und eine Sitzgelegenheit mit Tisch zu nutzen. Dies führte zur zweiten Ausbau-/Umbauetappe (ab Herbst 2012):


Zuerst haben wir den rechten Teil des Doppelbodens entfernt - die linke Seite muss genügen für die Surfbretter. Dafür zimmerten wir oben links zusätzlich eine Segelbox:


Dann kam der Wintereinbruch dazwischen...


...was uns aber natürlich nicht an der Fortsetzung des Ausbaus gehindert hat!


Auf dem Bild baut Manuel den Sockel für die Kühlbox, rechts daneben die Box welche die Haushaltsbatterie enthält, und im Hintergrund der Stauraum fürs Gepäck (drei Holzboxen sowie Ablagefläche für unsere Dufflebags).

Über Neujahr, während wir in Südafrika Sonne, Wind und Wellen genossen haben, bekam Welly den Elektroausbau verpasst: eine Haushaltsbatterie mit Ladestands-anzeigen, 4x12V-Anschlüsse, je einem 230V und einem USB-Anschluss sowie der Möglichkeit die Batterie an externen Steckdosen (Campingplatz) zu laden.


In einem weiteren Schritt haben wir den Sockel für die doch recht schwere Kühlbox verstärkt und die Box montiert und angeschlossen


In Fahrtrichtung rechts haben wir zwei Stauboxen vorgesehen, eine davon mit Kochschublade, welche gleichzeitig als Sitzgelegenheiten dienen. Die Tischplatte kann bei Bedarf zwischen den beiden Sitzplätzen aufgelegt werden. Wir sind nach der Montage auch gleich probegesessen, aufgrund der kalten Temperaturen haben wir den Kaffee dann aber im Warmen genossen.

 
Dann endlich haben wir auch unser Dachzelt montiert! Die technischen Daten:

Maggiolina Safari S mit Überlänge (mehr Info hier)
Breite: 130 cm
Länge: 230 cm (statt 210 cm)
Höhe offen: 92 cm
Höhe geschlossen: 30 cm
Gewicht: 61 kg
Farbe Zelt: braun
Farbe Schale: weiss
 

Der "Dachstock" unserer fahrenden 3-Zimmer-Wohnung hat zwei Türen und zwei Fenster, alle mit Moskitonetzen ausgerüstet. Zudem gibt es viel Stauraum an Wänden und Decke, LED-Beleuchtung, eine Matratze, zwei Kopfkissen sowie eine leichte Alu-Leiter, welche tagsüber in der geschlossenen Schale verstaut werden kann. Das Zelt ist mit Hilfe einer Handkurbel ganz einfach aufzubauen, innert einer Minute ist es bezugsbereit.


Das Sonnensegel kann mittels am Dachzelt festgeklebter Kederschiene aufgespannt werden, so ist etwas mehr Höhe unter dem Segel gegeben und die Seitentüre ist vor Sonne und Regen geschützt.


Aus diesem Grund haben wir das Dachzelt auf dem Dachträger dann auch leicht exzentrisch, genauer gesagt in Fahrtrichtung rechts befestigt. Diese Verlagerung hatte aber wiederum zur Folge, dass auf der linken Seite neben dem Zelt noch gut 20 cm freier Platz auf den Dachträgern übrig blieb.

Der Einstieg ins Zelt erfolgt bei aufgestelltem Sonnensegel oder Vorzelt zwingend auf der "Rückseite" des Fahrzeugs, durch die Verschiebung nach rechts konnten wir die Leiter jedoch nicht mehr direkt am Zelt eingehängen, und um ins Zelt zu gelangen mussten wir uns mühsam über die Dachträger hangeln. Deshalb kam uns dann auch die Idee mit dem Balkon: ein massgeschneidertes Alu-Riffelblech mit zwei Schlitzen in welche die Leiter eingehängt werden kann. Der Balkon vereinfacht den Einstieg ins Zelt und dient gleichzeitig als Sitzplatz für den Sundowner oder als Aussichtsplattform. An dieser Stelle herzlichen Dank meinem Cousin Simeon für die Massarbeit!


Zu guter Letzt haben wir aufgrund von Platzmangel die nach oben öffnenden Holz-Stauboxen wieder demontiert, und dafür ein kleines Ikea-Schubladenelement eingebaut. So kann nämlich der Platz auf dem Möbel auch noch als Stauraum verwendet werden, das Vorzelt und die Trekkingmatten haben damit auch noch ein Plätzchen gefunden. Und so sieht es dann aus, wenn das ganze Sportmaterial eingeladen ist:


Blogs zum Surfbus:
Bautag (03.03.13)
Unser neues Dachzelt ist da (29.03.13)
Ab in den Süden (07.05.13)

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